s21 ist überall! heute: Istanbul

Istanbul: Wasserwerfer gegen Parkschützer – inzwischen gibt es meldungen von toten

hier ein livestream vom freitagabend>>>

Advertisements

Gewerkschaften und Betriebsräte arbeiten mit Geschäftsleitung zusammen

Fiats LKW-Tochter Iveco schließt fünf Werke in Europa

Auch am Standort Weisweil lehnte die IG Metall die prinzipielle Verteidigung aller Arbeitsplätze ab. Stattdessen versuchte sie, die Schließung des Werks über einen sogenannten „Sozialtarifvertrag“ abzuwickeln. Weisweil ist eine kleine Gemeinde am Rhein mit knapp über 2.000 Einwohnern. Von den rund 500 Arbeitsplätzen im Ort sind 180 bei Iveco, viele weitere hängen direkt von der Existenz des Werkes ab.

Am 12. September präsentierten IG Metall und Betriebsrat dem Iveco-Unterhändler ihre Forderungen. Die Entlassungen sollten demnach mit einer Beschäftigungsgesellschaft verbunden werden, die den Beschäftigten für drei Jahre „eine lange Brücke baut“. Unter den Bedingungen der sich verschärfenden Wirtschaftskrise bedeutet das für die große Mehrheit der Beschäftigten nichts anderes als eine Brücke in die Arbeitslosigkeit.

Doch der Iveco-Vorstand lehnte ab. Er nutzte die Kompromissbereitschaft der Gewerkschaft, um einen Überraschungscoup zu organisieren. Zu Beginn des Wochenendes, am 28. September, rückten mehrere Lastwagen und Transporter in Weisweil an, um das Werk im Auftrag des Unternehmens leer zu räumen. Nachdem über einen mit den Betriebsräten und der IG Metall ausgehandelten Wissenstransfer von Weisweil nach Ulm die Schließung des Werks bereits weit voran getrieben worden war, versuchte das Management die Mitarbeiter in einer Nacht und Nebelaktion vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Die IG Metall und die Betriebsräte fühlten sich übergangen. Gemeinsam mit Beschäftigten blockierten sie die Werkstore und zwangen die Transporter, unverrichteter Dinge abzuziehen. Trotz der Bereitschaft vieler Arbeiter, einen ernsthaften Arbeitskampf zur Verteidigung der Arbeitsplätze zu führen, lehnt die Gewerkschaft das strikt ab. Stattdessen setzt sie auf ein Schlichtungsverfahren.

Gegenüber der WSWS erklärte IGM-Chef Karademir, er und der Betriebsrat von Weisweil hätten sich auf einen Schlichter und ein so genanntes „Einigungsfeststellungsverfahren“ geeinigt. Als Schlichter sei Joachim Kienzle bestellt, der bis vor kurzem als Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall fungierte. Welche Entscheidung von ihm zu erwarten ist, steht außer Frage.

Die Beschäftigten von Iveco in Weisweil, Ulm und an allen anderen Standorten sind mit demselben Problem konfrontiert, vor dem alle Arbeiter in allen Ländern stehen: die Gewerkschaften und Betriebsräte arbeiten aufs engste mit der Geschäftsleitung zusammen und unterdrücken jeden ernsthaften Kampf zur Verteidigung von Arbeitsplätzen.

Die radikalen Sprüche, mit denen sie zeitweise die Geschäftsführung attackieren, sind reine Augenwischerei. Die Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre sind aufs engste mit dem Management verbunden. Fünf von ihnen sitzen im Aufsichtsrat von Iveco und erhalten zusätzlich zu ihren üppigen Gehältern dicke Tantiemen. Es sind: Michael Braun, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall in Ulm, Bernhard Maurer, Betriebsratsvorsitzender Werk Ulm, Markus Görtler, Betriebsrat Werk Ulm, Paul Rodenfels, bisher Bevollmächtigter IG Metall in Singen, und Wilfried Schmid, Vorsitzender des Iveco-Gesamtbetriebsrats.
alles lesen bei wsws>>>>>>

Solidarität zählt – Spanien ist überall! Kundgebung in Straßburg

die Lage in Spanien ist dramatisch. Schon seit einiger Zeit formiert sich der Widerstand. Gestern, als das brutale Sparprogramm beschlossen wurde, wurden die streikenden Bergarbeiter aus Asturien am Ende ihres Marsches nach Madrid von etwa 200.000 Menschen empfangen. Die Demonstration wurde von der Polizei blutig bekämpft, es gab viele Verletzte. Auch landesweit herrschen z. T. bürgerkriegsähnliche Zustände.
Bergarbeiter marschieren an der Spitze der Demonstration gegen die spanische Regierung >>>

Aus Solidarität mit den Spaniern finden morgen, Freitag 13. Juli, europaweit in vielen Städten Kundgebungen vor den spanischen Botschaften und Konsulaten statt, Berlin, Frankfurt, Stuttgart…
auch in Straßburg
am Samstag um 14 Uhr:
Solidarität zählt – Spanien ist überall!
Stop aux violences policières !! Mobilisation générale devant les ambassades et les consulats d’espagne !!
Strasbourg 14h00 | Consulat général
Adresse : 13, quai Kléber
B.P 40026
67001 Strasbourg Cédex
Veranstaltungsinfo Frankreich>>>
Veranstaltungsinfo international >>>
Fierce clashes in Madrid: Spanish police fire rubber bullets at miners protest >>>

Thomas wird in Straßburg sein mit dem Banner vom Friedensforum.
quelle spiegel

Griechenland könnte Domino-Effekt auslösen!

Wenn das keine hoffnungsvolle Perspektive ist, was dann? Wenn dann alle europäischen Staaten den Goldmännern die Zahlung von Zinsen und “Schulden” verweigern und die Banken verstaatlichen, dann ist das verkommene, moralisch-ethisch durch nichts zu rechtfertigende System der Gold- und Ackermänner und ihrer Lakaien in Europa am Ende.

viaGriechenland könnte Domino-Effekt auslösen!.

1. mai 2012 tag des einkommens – bedingungsloses grundeinkommen in offenburg

„es geht nicht um geld, sondern um verteilungsgerechtigkeit von lebensnotwendigen gütern in einer überflussgesellschaft. nicht weil wir es verdient haben, sondern weil wir es uns leisten können. 2000 jahre und mehr haben wir darauf hingearbeitet, jetzt haben wir alle technischen möglichkeiten und ressourcen und ackern noch immer 40std/woche? wir müssen mittlerweile schon künstlich sinnlose arbeit schaffen, um das überholte system zu erhalten.“

die 1. mai-kundgebung des dgb suedbaden stand in diesem jahr auch in der ortenau unter dem motto „Gute Arbeit für Europa – gerechte Löhne, soziale Sicherheit“.
die „soziale sicherheit“ kann nicht durch den häufig sogenannten „offenen strafvollzug“ hartz4 gewährleistet werden. dabei finde ich die unsanktionierte höhe von hartz 4 derzeit gerade noch erträglich, aber die bedingungen und pflichten nicht! abgesehen von der unmenschlichen und drangsalierenden bürokratie und dem hinter hartz4 stehenden druck auf die arbeitssuchenden und auch die, die noch arbeit haben: die angst, zum jobcenter gehn zu müssen bewirkt, dass die menschen immer unwürdigere arbeitsbedingungen widerspruchslos akzeptieren. das wirkt sich nicht nur auf die entlohnung sondern auch aufs arbeitslosengeld, rente, sozialversicherungen usw. und über die dadurch sinkende binnennachfrage auch wieder auf die arbeitsplärtze aus. dieser moderne sklavenmarkt der „agenda 2010“ ist ein teufelskreis!

thomas und ich haben kurzentschlossen unsere selbstgestaltete „bge-infoturbine“ beim 1.-mai-fest an der reithalle in offenburg aufgebaut. es gab einige verwunderte gesichter beim fest der gewerkschafter – wir haben ja den „tag der arbeit“ zum „tag des grundeinkommens“ erklärt – aber einige kamen auch interessiert näher. ich werde mich weiter engagieren – das bedingungslose grundeinkommen muss einer breiten öffentlichkeit bekannt(er) gemacht werden.

„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht dieser Welt verändern.“ – Sprichwort der Xhosa

Vorherige ältere Einträge

Oktober 2018
M D M D F S S
« Mrz    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  
%d Bloggern gefällt das: