Deutschland hilft Syrien …oder so…

Es fällt einem Deutschen naturgemäß schwer auf dieses verkorkste Land mit seiner üblen Geschichte stolz zu sein, aber ab und an da gibt es Momente wo ein wenig Stolz aufwallen könnte. Eine Schlagzeile wie „Bundesregierung kündigt weitere Hilfsmillionen für Syrien an“ könnte einen solchen Moment auslösen, aber leider, leider folgt auf den hoffnungsvollen Titel sofort wieder die Ernüchterung. Es geht gar nicht um Hilfe für Syrien, es geht darum den CIA bei seinem Umsturzversuch in Syrien zu unterstützen.

Natürlich liefert Deutschland keine Waffen. Zumindest nicht offiziell. Was an deutschen Waffen über die Emirate in diesen Umsturzversuch wandert werden wir erst in Jahrzehnten erfahren. Die haben angeblich schon mehr als 3 Milliarden US-Dollar investiert um in Syrien den laizistischen Staat durch einen Gottesstaat zu ersetzen. Deutschland hilft auf anderen Wegen. Es entlastet die Umstürzler von den Folgeschäden: Mit dem Geld werde im Osten der Türkei eine mobile Krankenstation gebaut, die nach Syrien verlegt werden könne, so Niebel. In Jordanien und dem Libanon wolle die Regierung die Versorgung mit Medikamenten und Wasser verbessern. „In Syrien selbst ermöglichen wir gemeinsam mit der Welthungerhilfe notleidenden Kindern den Schulbesuch“, sagte er.
Außerdem würden humanitäre Organisationen wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen unterstützt.
Das ist nett, ein mobiles Krankenhaus in der Türkei das nach dem erfolgreichen bewaffneten Umsturz nach Syrien gebracht werden kann. Wasser und Medikamente für Jordanien (wo schon am nächsten Umsturz durch den CIA gearbeitet wird) und den Libanon (den die USA und Israel seit Jahren von Krise zu Krise treiben). Ach ja und in Syrien ermöglichen die Deutschen über die Welthungerhilfe den Schulbesuch von Kindern. Eine wirklich gute Idee. In der Schule zusammengepfercht kann man sie leichter umbringen. Amerikanische und israelische Drohnen, aber auch normale israelische Kampfflugzeuge sind damit ja schon seit längerem beschäftigt.
Man hat also als Deutscher allen Grund nicht stolz zu sein sondern sich zu schämen. Aber was kann man von einem Land erwarten in dem Kongo-Niebel als Entwicklungshilfeminister agiert und ein abgehalfterter FDP Bonze wie Westerwelle das Außenministerium als Gnadenbrot behalten durfte. Wenn man stolz auf Deutschland sein wollte dann müssten die Dinge anders laufen.
Als erstes müsste der us-amerikanische Botschafter einbestellt werden und man müsste ihm unmissverständlich klar machen, dass die Angriffe auf Syrien binnen 24 Stunden vollständig eingestellt werden müssen, andernfalls werden alle US-Basen in Deutschland sofort geschlossen und die Soldaten ausgewiesen. Außerdem würden auf alle us-amerikansichen Waren Zölle in Höhe von 100 Prozent des Warenwertes erhoben die in einen Sonderfond für den Wiederaufbau eines demokratischen Syriens fließen würden. Das gleiche müsste analog mit Israel passieren. Dann könnte man stolz auf dieses Deutschland sein.
Dabei geht es nicht um Assad und seine Regierung. Die wird wahrscheinlich genauso mies wie die meisten Regierungen auf dieser Welt sein. Es kann aber nicht angehen dass die USA bestimmen, wer in anderen Ländern regieren darf und wer nicht. Die USA sind wie kleine Kinder die stets im Heuschober zündeln und dann hinterher so tun als hätte sich das Feuer selbst entzündet.
Es ist übrigens richtig den Flüchtlingen aus Syrien zu helfen. Wir könnten jederzeit bereitstehende Lazarette und Bundeswehrpersonal für diese Lazarette zur Verfügung stellen. Wir haben Pioniere die eine gute Wasserversorgung notfalls auch über Meerwasserentsalzungsanlagen sicherstellen können und wir haben genügend Möglichkeiten um dort mobile Schulen einzurichten und die Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen, ohne dass die Märkte in Jordanien und dem Libanon betroffen sind. Das wäre eine echte Hilfe. Das was Niebel macht, ist wie alles was die FDP tut, nichts anderes als Betrug.
l
Deutschland hilft Syrien>>>

Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. vera boehmer (@menschbleiben)
    Jun 01, 2013 @ 14:22:40

    dazu passt:
    In Syrien kämpfen 100.000 ausländische Söldner
    In einem Medieninterview warf Präsident Assad dem angrenzenden NATO-Land Türkei, sowie Saudi-Arabien und Qatar vor, die bewaffneten Terrorgruppen, die sich seit mehr als zwei Jahren blutige Gefechte gegen die syrische Armee liefern und Morde an Zivilisten verüben, zu finanzieren.

    Präsident Bashar al-Assad hat am 06. Januar 2013 einen Plan für eine etappenweise Überwindung der innersyrischen Krise vorgeschlagen, der insbesondere vorsieht: die Verpflichtung ausländischer Staaten, die finanzielle Unterstützung für die Terroristen einzustellen; die Einberufung einer Regierungskonferenz zu einem nationalen Dialog, die Bildung einer neuen Regierung, die Ausarbeitung einer Verfassung und eine Generalamnestie.
    http://rotefahne.eu/2013/05/in-syrien-kaempfen-100-000-auslaendische-soeldner/

    Antworten

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